Unser Bautagebuch – Modernisierung in der Fichtestraße #1

In unserem heutigen Beitrag nehmen wir euch mit in unsere 3-Zimmer-Wohnung, die wir umfassend renovieren und teilmodernisieren. Heute geht's zunächst um die ersten Abrissarbeiten.
Auf dem Foto sieht man alten Linoleumboden.
Dieser Beitrag ist Teil 1 von 5 aus unserer Reihe Unser Bautagebuch

Hier berichten wir Euch wie wir unsere Immobilie in Helmstedt richtig flott machen, damit unser Mieter sich auch möglichst lange darin wohlfühlt.

Inzwischen haben wir schon mehr als 100 Arbeitsstunden investiert, aber fangen wir von vorn an.

Die freien Tage zwischen Weihnachten und Neujahr haben wir genutzt, um die ersten Abrissarbeiten zu tätigen. Der Laminatboden hat dank www.ebay-kleinanzeigen.de eine Weiterverwendung in einer anderen Wohnung gefunden. Darunter kam ein alter Linoleumboden zum Vorschein.

Wohnzimmer nach der Beseitigung des Laminats: alter Linoleumboden und abgehängte Paneeldecke

Neben dem Laminatboden konnten wir die alte Badewanne herausnehmen und in der Küche, im Flur sowie im Wohnzimmer die Decke aus Holzpaneelen entfernen. Damit haben wir noch einmal gut 6 cm Raumhöhe gewonnen und es macht einfach einen offeneren, großzügigeren Eindruck.

Unter den Holzpaneelen offenbarte sich eine glatte Decke mit unzähligen Dübellöchern.
Das blieb nach unserer Abrissaktion von der Decke übrig. Ging ganz leicht runter, nur das Schleppen war blöd.
Irgendwie sieht die nackte Decke freundlicher aus als die alte Holzpaneelen. Die wird gespachtelt und dann geweißt!

Tapetenlösen mit viel Wasser und dem Sprühgerät

Im nächsten Schritt folgte dann schon das Tapetenlösen. Unsere präferierte Methode ist für das Tapetenlösen übrigens: Seifenwasser mit Tapetenlöser in ein großes Sprühgerät(z.B. für Pflanzenschutzmittel) geben und sehr großzügig auf die Tapeten bringen. Dann könnt ihr mit dem Spachtel die Tapeten lösen. Nur keine falsche Scheu, in diesem Fall gilt: Viel hilft viel!

Wände wie Schweizer Käse

Wir waren erstaunt, was sowohl unter den Holzpaneelen an der Decke als auch unter den Tapeten so alles zum Vorschein kam. Wir entdeckten gefühlte 1000 Dübellöcher mit äußerst widerspenstigen Dübeln, aber auch Elektroleitungen, die sich ohne Abdeckung in der Verteilerdose befanden. Sicherheitsstandards sind eigentlich sinnvoll, nur sieht das wohl nicht jeder so. In der Küche war die Holzpaneeldecke mit Deckenspots versehen. Unter Brandschutz- und Sicherheitsaspekten ist das keine gute Idee und auf dem Bild könnt Ihr auch erkennen, dass diese Spots und der zugehörige Trafo entsprechende Spuren hinterlassen hatten. Bloß weg mit diesem veralteten Baumaterial!

Warum man Linoleum gießen sollte

Nun ging es dem Linoleum an den Kragen. Die oberste Schicht schnitten wir mit dem Cuttermesser in händelbare Bahnen und rollten den Boden einfach auf. Nach all den Jahren hatte sich allerdings die Pappschicht sehr gut mit dem Boden verbunden, sie sind richtig gute Freunde geworden. Wir haben uns schon auf allen Vieren durch die Wohnung kriechen sehen, um Zentimeter für Zentimeter abzukratzen. Letztlich testeten wir dann einfach mal, was passiert, wenn man die Pappe ordentlich einweicht. Und siehe da: Großzügiges Gießen und eine Einwirkzeit von ca. 3 Stunden half uns! Am Ende konnten wir mit einem geschliffenen Eiskratzer das nasse Zeug bequem abschaben.

In handlichen Rollen können wir das alte Linoleum entsorgen.
Zum Abschaben der eingeweichten Pappe haben wir einen Eiskratzer geschärft und dann zweckentfremdet.

In unserem nächsten Beitrag verraten wir euch, warum die Küche eine größere Baustelle wird als erwartet und bei welchen Arbeiten wir die Profis brauchen.

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